Archiv für August 2011

Besuch der Gedenkstätte Bautzner Straße am 10.09.2011

Stadion- und Aufenthaltsverbote, gezielte Anzeigen, Besuche auf Arbeit oder in der Schule – die Rede ist wieder einmal von staatlichen Maßnahmen um dekadente Kulturen in unserer Gesellschaft zu unterbinden und Mitglieder dieser einzuschüchtern. Fast jeder von uns musste diese auch schon in gewissen Maße am eigenen Leib erfahren.

Aber in welchem Verhältnis stehen diese Repressionen zu denen des früheren SED-Schreckens Regime? Politisch Gefangener wegen eines Witzes über die Parteispitze – oder doch die nahezu wahllose Bespitzelung des Volkes? Das die DDR kein freiheitsliebender und real-existierender sozialistischer Staat war, sollte sich ja bereits rumgesprochen haben. Aber wie hart war die Vorgehensweise gegen andersdenkende Menschen zu dieser Zeit wirklich?

Um einen etwas ausführlicheren und authentischen Einblick, als durch alte verstaubte Schulbücher, von welchen man fast denken könnte das sie aus der gleichen Zeit stammen, in diese Thematik zu bekommen, haben wir für den 10.09. um 12 Uhr eine Führung durch die Gedenkstätte an der Bautzner Straße arragniert. Bei dieser werden auch die Möglichkeit bekommen uns mit einem Zeitzeugen in einem Gespräch persönlich austauschen zu können.

Bei wem nun das Intersse geweckt ist an dem Besuch teilzunehmen, der meldet sich bitte bis zum 07.09. unter soloultrasgd@web.de. Der Preis beträgt exakt 2€. In dem Sinne: „Wer die Geschichte nicht kennt, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen.“

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MSV DUISBURG – SG DYNAMO

26.08.2011
6. Spieltag
Wedaustadion
Zuschauer: 12.657 Gäste: ca.800
Ergebnis: 3:0(1:0)

Bei drückendem Hochsommerwetter lotste uns der Spielplan zum Freitagabend nach Duisburg.
Während wir uns wie schon letzte Woche aufgrund beschriebener Umstände auf das Schauen des Spiels beschränkten, ließ sich unsere Mannschaft auf dem Platz von den Duisburgern, besonders in der 2.Halbzeit, schwindelig spielen.

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DYNAMO – PADERBORN

21.08.2011
5.Spieltag
Rudolf Harbig Stadion
Zuschauer: 25.296 Gäste: 52
Ergebnis: 1:2(0:1)

Nach den Übergriffen zum letzten Heimspiel auf uns und dem darauffolgendem „K-Block Verbot“ für unsere Gruppe erlebten wir einen Tag der etwas anderen Sorte. Gut 30 Leute verfolgten nach entspannten Treff, mehr oder weniger gespannt das nicht gerade packende Spiel auf dem Rasen. Positiv dagegen stach dabei das schon angesprochene Dynamo Rad Projekt heraus, bei welchem das erste Rad für 620 Euro versteigert werden konnte. Der Erlös kommt der Sozialeinrichtung „Ferien für alle Kinder“ zu gute, welche sich dafür einsetzt auch Kindern aus sozialschwachen Familien einen Urlaub zu ermöglichen.

Schockiert waren wir in den Tagen vor dem Spiel aber vor allem über die Meldung einer schweren Erkrankung von einem unserer Wegbegleiter. Glücklicherweise hat sich der gesundheitliche Zustand mittlerweile wieder gebessert. Durchhalten Lukas – Gemeinsam ist jeder Weg nur halb so weit!

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SG DYNAMO – UNION BERLIN

12.08.2011
4.Spieltag
Rudolf Harbig Stadion
Zuschauer: 29.315 Gäste: ca. 2300
Ergebnis:4:0(1:0)

Grandioser Freitag Abend im Rudolf-Harbig-Stadion. Eine Dynamo Mannschaft die begeisternd aufspielte und Union förmlich vom Platz fegte. Der K-Block dadurch in Bestform wie schon lange nicht mehr. Durchgängig, lautstark und voller Emotionen. Kurzum, es hat endlich auch mal wieder richtig Spaß gemacht im K-Block zu stehen und zu singen.

Der vorerst traurigeste Höhepunkt der aktuellen Entwicklung folgte dann aber nach dem Spiel, als unsere Gruppe direkt vor dem Stadion Ziel eines geplanten Angriffs von einigen Gruppierungen aus der eigenen Fanszene wurde. Jene versuchten uns in deutlicher Überzahl unser Tifomaterial und unsere Zaunfahnen zu entreißen, welche allerdings verteidigt werden konnten. Im weiteren Verlauf des Abends kam es in der Nähe des Hauptbahnhofes zu einer weiteren gezielten Attacke, diesmal gegen die Fangruppe „Naher Osten“ und einige Einzelpersonen, bei dem Flaschen und Pflastersteine gegen jene eingesetzt und auf am Boden liegende Personen eingetreten wurde. Hierbei kann wahrlich von Glück gesprochen werden, dass es bei leichten Verletzungen blieb.

Aus unserer Sicht ein neuer Höhepunkt nach zahlreichen vorangegangenen Aktionen und eine völlig neue Form von Hass, Gewalt und Einschüchterungsmaßnahmen gegen unsere Gruppe, unser Umfeld aber auch gegen völlig unbeteilligte Dynamofans bei der eindeutig Grenzen überschritten wurden. Leider dreht sich diese hochgradig kriminelle Spirale immer weiter und nimmt in Dresden noch nie dagewesene Ausmaße an. Ein Ausweg aus dieser scheint vorerst nicht in Sicht und mit weiteren gezielten Angriffen ist in nächster Zeit zu rechnen. Eine schlimme und bedenkliche Entwicklung in einer einst aufrechten Dresdner Fanszene.

Solo Ultra SGD – August 2011

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Information zum Dynamo Rad Projekt

Karitatives Engagement gibt es in zahlreichen deutschen Kurven und Gruppen. Ein Projekt der etwas anderen, dafür aber nicht minder guten Art, begann vor geraumer Zeit in Dresden.

Unter der Leitung des Fanprojektes Dresden, sowie einigen der Dynamoszene zugehörigen Einzelpersonen, startete jetzt das Projekt „Dynamo Rad“. Ziel ist es über die gesamte Saison hinweg veraltete Fahrräder wieder salonfähig zu machen, mit einem Dynamo Bezug zu versehen und sie anschließend für einen guten Zweck zu versteigern.

Der komplette Erlös aus den jeweiligen Versteigerungen kommt verschiedenen Projekten zu gute, welche sich auf dem Gebiet der antirassistischen, demokratiefördernden und toleranzentwickelnden Arbeit verdient machen. Solltet auch ihr Ideen und Vorschläge für zu unterstützende Projekte haben, freuen sich die Initiatoren des Projektes sicher über eure Hinweise.

Erreichen könnt ihr diese über http://dynamo-rad.de/wordpress/, wo ihr darüber hinaus auch noch detaillierte Infos über das gesamte Projekt erhalten könnt.

Auch wir konnten uns am gestrigen Tag einen kleinen Einblick in das Projekt verschaffen und schauten Florian Jungwirth über die Schulter, als er sich mit der Dose in der Hand ans Werk machte.

Wir werden das Thema sicher an der ein oder anderen Stelle noch einmal aufgreifen und euch dann entsprechend darüber informieren.

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