Archiv für Juli 2011

SG Dynamo – Hansa Rostock

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Cottbus – SG Dynamo

Wie bereits in den Wochen vor dem Spiel kommuniziert haben wir uns auf Grund von personalisierten Eintrittskarten, nicht mit Selbigen für das Spiel in Cottbus versorgt. Trotzdem reisten wir über diverse Wege mit 40 Mann nach Cottbus an, um unseren Unmut über diese für uns nicht akzeptierbare Art der Kartenvergabe kund zu tun. Dies geschah vor allem Mittels eines Spruchbands, welches erst in Richtung Gästelock gezeigt und anschließend gut sichtbar für alle positioniert wurde. Außerdem teilten die Gruppen „SoloUltraSGD“, „Aktivist53“, „Naher Osten“ sowie „Eastcalibur“ mittels Flyern den restlichen anwesenden Dresdnern die Beweggründe für unseren gemeinsamen Boykott mit! Während des Spieles kümmerten wir uns noch um einige verspätet ankommende Freunde aus Sarajevo, welche sich aufgrund eines fadenscheinigen Fahnenverbotes gegen den Eintritt ins Stadion entschieden hatten. Im Nachgang betrachten wir unsere Vorgehensweise auf alle Fälle als richtigen Schritt gegen eine weitere unzumutbare Verschärfung der Repressionsschraube!

Jetzt & in Zukunft keine Daten auf den Eintrittskarten !

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Boykott von personalisierten Tickets!

Leider haben sich die Verantwortlichen des Vereins Energie Cottbus und die Polizei Cottbus/Spree-Neiße dazu entschieden Tickets nur nach Abgabe des Personalausweises, sowie mit Namensaufdruck auf die Eintrittskarten zu vergeben. Für uns ist dieser gewaltige Eingriff in unsere Bürger- und Fanrechte untragbar. Das Publikum eines ganzen Stadions wird damit quasi in Sippenhaft genommen, denn auch die heimischen Fans sind davon betroffen. Welche Grundlage rechtfertigt diese Maßnahme überhaupt? Das subjektive Empfinden weniger Entscheidungsträger, die die Sicherheit der Veranstaltung gefährdet sehen? Welche Vorkommnisse der Vergangenheit rechtfertigen ernsthaft eine solch drastische Maßnahme? Wir wollen es nicht hinnehmen, dass wir einmal mehr mit unverhältnismäßigen Sanktionen leben müssen, deren Nutzen fragwürdig bleibt.
Welchen Sinn haben personalisierte Eintrittskarten, wenn rund um das Spiel ohnehin ein unverhältnismäßig großes Polizeiaufgebot jeden Schritt und Tritt der Anhänger überwacht? Sei es mit zahlreichen Kameras oder nicht als solchen gekennzeichneten Zivilpolizisten? Wenn es rund um das Spiel zu „Vorfällen“ (welcher Art und Weise die auch immer sein mögen) kommen sollte, wird die Polizei die Verantwortlichen dafür kaum anhand der Namen auf den Eintrittskarten identifizieren. Warum müssen die Behörden bereits Wochen im Vorfeld wissen, wer das Spiel besuchen wird? Damit man am Spieltag selber kontrollieren kann, wer in die Nähe des Stadions kommt und wer nicht? Wofür gibt es die Unmengen an Szenekundigen Beamten? Geben die Verantwortlichen damit indirekt zu, dass sie in der Vergangenheit nicht für ausreichende Sicherheit gewährleisten konnten, obwohl öffentlich immer das Gegenteil geäußert wurde? Letzten Endes will man eine hundertprozentige Kontrolle über die Veranstaltung haben, damit Verhalten, welches von der Norm abweicht bereits im Vorfeld unterbunden werden kann (Was die Norm ist, soll hier nicht einmal besprochen werden).
Aber in einer freien Gesellschaft gibt es keine hundertprozentige Kontrolle. Diese erreicht man nur wenn man auf Schritt und Tritt überwacht. Dieser Zustand wäre allerdings in autoritäres Überwachungsumfeld und würde dem Charakter unserer Gesellschaft gänzlich widersprechen. Letzten Endes zielt diese Maßnahme aber auf nichts anderes ab. Sie ist eine einzige, große Datensammlung deren Zweck unter dem Deckmantel vermeintlicher Sicherheit verborgen bleibt. Was kommt in Zukunft, wenn die Verantwortlichen in ihren Augen mit dem Erfolg der Maßnahme nicht zufrieden sind? Foto, Adresse oder gar DNA auf der Eintrittskarte?
Gehen wir zu einem Fußballspiel oder reisen wir in ein anderes Land? Wo bleibt die Spontanität eines Fußballbesuchs im Stadion, wie es ihn vor nicht allzu langer Zeit einmal gegeben hat, mit Tageskassen bzw. ohne Karten-Hick-Hack?
Wo bleibt die Relation zwischen Überwachung und Sicherung bei Fußballspielen?
Wie weit wird sich die Schraube der Datenspeicherung von Fußballfans noch drehen?
Wann ist endlich Schluss mit der Kriminalisierung der Fans?
Wir fordern deshalb dazu auf dagegen zu protestieren und vom Betreten des Stadions abzusehen! Schließt Euch mit an und akzeptiert nicht blindlings! Eine Akzeptanz dieser Regelung ist der erste Schritt zur Toleranz!

Jetzt & in Zukunft keine Daten auf den Eintrittskarten !
Aktivist53 – SoloUltraSGD – Eastcalibur – Naher Osten

Information zum Cottbusspiel

Da sich der Sachverhalt der personalisierten Tickets zum Auswärtsspiel nicht verändert hat, halten wir weiter an unserem Standpunkt fest und werden uns keine Karten für dieses Spiel kaufen und auch unsere Auswärtsdauerkarten verfallen lassen. Die Beschränkung von Fan- und Bürgerrechten, in solch einem exhorbitanten Ausmaß, ist einfach für uns inaktzeptabel.

Wir rufen deshalb weiterhin dazu auf, sich keine Karten für das Spiel zu kaufen, beziehungsweise die bereits erworbenen Tickets verfallen zu lassen und somit ein ehrliches und konsequentes Zeichen gegen diesen Sicherheitswahn zu setzen.

05.07.2011 | Personalisierte Gästekarten gegen Energie Cottbus

In einer schlichten Mitteilung auf der offiziellen Homepage der SG Dynamo Dresden vom Montag, dem 04. Juli 2011, teilte die Geschäftsführung der Dynamo Anhängerschaft mit, dass für das erste Punktspiel in der zweiten Liga bei Energie Cottbus auf „…Vorgabe der örtlichen Sicherheitsbehörden, der Polizei und des Heimvereins.“ nur personalisierte Eintrittskarten verkauft werden. Diese, so ist es geplant, werden „am Spieltag stichprobenartig durch die Polizei überprüft und mit den jeweiligen Personalausweisdaten abgeglichen“.

Für uns ist diese vom Sicherheitswahn der Exekutive und des gastgebenden Vereins wohl bevorzugte Praxis nicht zu tolerieren. Es werden so die in der Vergangenheit viel zitierten italienischen Verhältnisse auf eigenes Verlangen erzeugt. Die aktive Fanszene wird sich dieser Vorgehensweise nicht widerstandslos beugen.

Durch die Maßnahme der personalisierten Eintrittskarten werden unschuldige Bürger dieses Staates zu noch nicht verurteilten Bürgern ernannt. Dies ist ein Rückschritt für alle freien Bürger. Auch steht es erneut im Widerspruch zum öffentlichen Bekunden der Polizei, die für einen offenen & vorurteilsfreien Umgang miteinander wirbt. Vertrauen wird somit jedoch nicht gebildet. Die verantwortlichen Institutionen provozieren auf diese Weise ein konspiratives Vorgehen und Kompromisslosigkeit. Es werden in diesem Fall wieder viele Personen direkt ohne Eintrittskarten anreisen.

Wir wissen auch, dass es seit dem Aufstieg ein Boom in der Kartennachfrage gibt, speziell für Spiele mit ostdeutscher Beteiligung. Das bedeutet jedoch nicht, gleichzeitig jede Verfahrensweise billigend in Kauf zu nehmen und diese weder zu hinterfragen noch dagegen zu protestieren.

Eine für uns saubere Lösung wäre die Rückgabe des gesamten Kartenkontingents an den Gastgeber, welche ein starkes Zeichen der gesamten Dynamofanszene und des Vereins wäre. Denn durch die Maßnahme der personalisierten Eintrittskarten wird der Verein SG Dynamo Dresden und die Fanszene auch in Sippenhaft genommen! Zudem gehen dem Gastgeber nicht wenige Eintrittsgelder auf Grund paranoider Sicherheitshandlungen verloren.

In jedem Fall erwarten wir einen deutlichen Widerspruch gegen derartige Einschränkungen!