Archiv für März 2011

SG DYNAMO – RW AHLEN

19.03.2011
Rudolf Harbig Stadion
Zuschauer: 13432 Gäste: 50
Ergebnis: 3:0(2:0)

Utopisch! Anders lässt sich die derzeitige sportliche Leistung unserer Equipe nicht beschreiben. Völlig ungefährdet wurde am Samstag der fünfte Sieg in Folge eingefahren, was gleichzeitig Platz Fünf in der Tabelle bedeutet. Im Herzen von Dynamo, dem K Block, lief es diesmal nicht ganz so rund wie in den letzten Spielen. Es fehlte heute einfach an Feuer und Leidenschaft, besonders angesichts des Spielverlaufes ist das schon ziemlich merkwürdig. Allerdings kein Grund zur Panik, wegstecken und weitermachen. Am Samstag gibt es die nächste Möglichkeit, bei der die Kurve zeigen kann, was in ihr steckt und unsere Mannen auf Platz Drei nach vorne zu schreien. Auf Dynamo!

SGDRWApassion

SGDRWAarme

Boykott des Kartenkaufs für das Auswärtsspiel bei Hansa Rostock am 09.04.2011

Von Jahr zu Jahr wird die Repressions- und Überwachungsschraube bereits im Vorfeld der vermeintlichen „Risikospiele“ immer weiter angezogen. Die Spirale der Schikanen und Einschränkungen für uns Fußballfans dreht sich unaufhörlich weiter. Man erinnere sich an bereits vorangegangene Boykottaufrufe zu Spielen gegen Union Berlin und RW Erfurt. Die schon damals inakzeptablen Rahmenbedingungen erscheinen zum jetzigen Zeitpunkt nahezu belanglos. Wir können und werden all jenes einfach nicht mehr hinnehmen und unkommentiert stehen lassen. Deshalb haben wir uns nach langen Diskussionen dazu entschlossen, den Ticketverkauf für das Auswärtsspiel in Rostock zu boykottieren, da die vorgegebenen Konditionen zur Kartenvergabe einfach inakzeptabel und unzumutbar sind.

Die SG Dynamo Dresden hat folgendes Formular an Mitglieder verschickt:

http://img151.imageshack.us/img151/2293/646477464.jpg
--->“Link bitte kopieren und in neuem Fenster öffnen“

„Die Vergabe von Tickets ist nicht transparent und möglicherweise willkürlich!“

Es werden wie gehabt in der ersten Verkaufsphase Vereinsmitglieder bevorzugt, was eine mittlerweile gängige Vergabepraxis geworden ist. Jedoch erhalten diese, die Eintrittskarten nur noch gegen einsenden eines Bestellformulars. Des Weiteren ist ein Bezahlen der ohnehin stark überteuerten Eintrittskarten (bis zu 15 € für einen Stehplatz in der 3. Liga!) nicht mehr in bar möglich, sondern nur noch mittels eines Lastschrifteinzugs vom Konto.

Warum können Eintrittskarten nicht einfach mittels Barzahlung an einem Kartenschalter erworben werden und wozu dient das komplizierte Verfahren mittels eines Bankeinzugs von meinem Privatkonto?

Wer garantiert, dass wirklich die Regel „Wer zuerst kommt, mahlt zu erst“ gültig ist oder besteht nicht vielmehr im Verborgenen die Möglichkeit „ungeliebten Gästen“ den Besuch dieses Auswärtsspiels zu verwehren und ein bestimmtes Klientel bereits im Vorfeld auszuschließen?

Auf der offiziellen Internetseite von Dynamo wird eine kurzfristige Vereinsmitgliedschaft angepriesen, damit man noch schnell die Chance erhalten kann/ könnte sich eine Karte zu sichern. „Natürlich hat jeder Fan die Gelegenheit, schnell noch Vereinsmitglied der SG Dynamo Dresden zu werden.“ – bitte wer glaubt daran? Die Frage, welche sich hierbei aufdrängt ist: Stellt dies nur eine geschickte Marketingmaßnahme von Dynamo dar, um sich mal wieder finanziell an den Anhängern bereichern zu können?

„Das Bestellformular dient zur Überwachung und Datensammlung von Fußballfans“ – Das Bild des „gläsernen Dynamofans“ wird zur Wirklichkeit!“

Der gläserne Dynamofan

Uns ist bewusst, dass wir bestimmte Daten bei der Mitgliedschaft bereits abgeben mussten und der Großteil der durch das Formular preisgegebenen Daten sowieso dem Verein und sonstigen Institutionen bekannt sind. Trotzdem füllt man als freiheitsliebender Mensch ungern deren Lücken in ihren Datenbanken. Zu mal das äußerst freundliche Angebot der Parkkarte und des Sonderzugtickets ganz nebenbei dazu dient, herauszufinden, wie denn der liebe Dynamofan vor hat anzureisen.

„Die Vergabepraktik zielt auf eine totale Kontrolle der Anreisewege aller Dynamofans hin !“

Wir wollen uns frei bewegen und uns nicht völlig überzogenen Polizeikontrollen ausgesetzt sein, die mit wachsamen Auge darüber schaut, wie und wo wir Anreisen und damit die Bewegungsfreiheit aller erkennbaren Dynamofans einschränkt. Das sollte jedem bewusst sein!

Es ist uns völlig klar, das man auch in die andere Richtung argumentieren kann, was vor allem an den wahrscheinlich bewusst schwammig formulierten Aussagen auf dem Bestellformular und den Mittelungen auf der offiziellen Homepage liegt.

Wir dürfen aber nicht immer wieder über alles hinwegsehen und diese weitere erhebliche Verschärfung der Kartenvergabe hinnehmen, sondern müssen diese gezielt hinterfragen. Viel zu viele scheinen sich mit den bisherigen Regularien schon abgefunden zu haben und vergessen dabei, dass diese uns Fans im Ausleben unserer Fankultur immer weiter einschränken. Ein Ende ist dabei leider noch lange nicht in Sicht und wir fragen uns, was als nächstes kommen wird.

All jene Einschränkungen werden dabei zielgerichtet eingesetzt, um die aktive Fanszene nach und nach weiter zurückzudrängen, kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen und uns Stück für Stück weitere unzumutbare Bedingungen aufzudiktieren, wenn wir uns denen immer wieder unterwerfen und uns dagegen nicht endlich wehren.

Wir sind NICHT bereit für ein Auswärtsspiel unserer SGD ein Bestellformular auszufüllen. Wir wollen nur ein Fußballspiel der 3. Liga besuchen, unseren Verein Dynamo Dresden bestmöglich unterstützen und nicht ein Visum für ein politisches Sperrgebiet beantragen. Man muss sich einfach mal vor Augen halten, wer wir sind (Fußballfans und keine Schwerverbrecher) und wie wir dafür behandelt werden.

Auch wir sind uns im Klaren, dass selbst ein Boykott des Kartenverkaufs durch die komplette aktive Szene nicht die gewünschte Wirkung mit sich bringen würde, da es sportlich derzeit sehr gut läuft und somit genügend Leute diese Karten mit Kusshand nehmen und diese zu jeglichen Konditionen, ohne diese zu hinterfragen, erwerben würden.

Um unseren Idealen als ULTRAS jedoch treu zu bleiben und den beteiligten Institutionen zu zeigen, dass sie nicht mit Jedem machen können was sie wollen, boykottieren wir diese Art und Weise der Kartenvergabe zum Auswärtsspiel bei Hansa Rostock und werden keine Tickets über das Bestellformular abrufen.

SOLO ULTRA SGD – 20.03.2011

SSV JAHN REGENSBURG – SG DYNAMO

12.03.2011
Jahnstadion
Zuschauer: 5532 Gäste: ca. 2500
Ergebnis: 0:1(0:0)

Wie bereits im Vorfeld verkündet, verzichtete die aktive Szene, aufgrund der Vorfälle nach dem Spiel in München auf eine Anreise mit dem Zug und steuerte dafür größtenteils per PKW nach Regensburg. Wir entschieden uns dabei etwas eher zu starten, um nach ruhiger Anreise, kurz vor Regensburg bei chilliger Atmosphäre den Grill anzuhauen. Die Stimmung im Gästeblock kann im 1.Durchgang als ordentlich bezeichnet werden, auch wenn die Lautstärke in den letzten 15 Minuten ziemlich nachließ. In der 50. Minuten dann endlich das erlösende Tor durch Schahin, welcher einen Elfer einnetzte. Nun gab es etwas Pyro und kein Halten mehr beim Gästeanhang, welcher dann in der zweiten Hälfte auch eine gute Sohle aufs Parkett legte. Die Mannschaft sicherte, besonders dank Benny Kirsten, das so wichtige 1:0! Jetzt nicht nachlassen…!

SSV Jahn Regensburg -SG Dynamo Dresden

SSV Jahn Regensburg - SG Dynamo Dresden

SSV Jahn Regensburg - SG Dynamo Dresden

SSV Jahn Regensburg - SG Dynamo Dresden

SSV Jahn Regensburg - SG Dynamo Dresden

SSV Jahn regensburg - SG Dynamo Dresden

SG Dynamo – SV Wehen Wiesbaden

05.03.2011
Rudolf Harbig Stadion
Zuschauer: 14072 Gäste: 30
Ergebnis: 3:0(1:0)

Nach dem etwas glücklichen Sieg in München, konnte unsere Elf heute ganz Souverän die nächsten drei Punkte und damit den dritten Sieg in Folge einfahren. Danke, dass wir so etwas nochmal erleben dürfen. Auch auf den Rängen lief es heute wieder besser als zuletzt. Nach ordentlichem Beginn, flachte die Lautstärke zwar zunehmend ab, allerdings hatte gerade der untere Teil im K sichtlich seinen Spaß am Singen.  Gerade in Hälfte zwei, war es einmal mehr „Die Legende“, welche den K-Block heiß laufen lies. Nichtsdestotrotz bleibt das alte Problem, dass wir aktuell von einzelnen Liedern zehren, weiterhin bestehen! Nach langer Zeit wurde nach Abpfiff mal wieder ein UFFTA zelebriert, welche durch ein einzelnes Bengalo ergänzt wurde.

SG Dynamo - Wehen Wiesbaden

SG Dynamo - Wehen Wiesbaden

SG Dynamo - Wehen Wiesbaden

SG Dynamo - Wehen Wiesbaden

SOLO ULTRA SGD

Aufgemerkt!

Jeder, der sich mit dem Geschehen in der Dresdner Ultrà-/Fanszene beständig auseinandersetzt, wird sich im Klaren sein, dass die doch sehr konträren Ansichten, in der Art und Weise des Auslebens unserer vielseitig gefächerten Subkultur, nicht erst seit wenigen Wochen oder Monaten Bestand haben. Ganz im Gegenteil, denn schon seit längerer Zeit führten die sich zum Teil stark unterscheidenden Ansichten dazu, dass ein homogenes Leben innerhalb der eigenen Gruppe, für einen Teil dieser, nicht mehr aufrechterhalten werden konnte. In Konsequenz dessen, verließen bereits im Herbst 2010 einige Leute die Gruppe „Ultras Dynamo“ um sich fortan neu zu formieren und neue Wege einzuschlagen. Das soll allerdings nicht heißen, dass wir ab sofort beständig unser eigenes Süppchen kochen und uns selbst isolieren. Allerdings sehen wir es als den einzig richtigen Schritt an, in einem Fall wie diesem, den Blick auf die Realität nicht zu verlieren, seinen eigenen Idealen treu zu bleiben und in letzter Konsequenz eben die Reißleine zu ziehen um nicht in einem Sumpf aus Streit, Wut und Selbstmitleid zu versinken.

Nach einiger Zeit der strukturellen Neuorientierung, entstand aus dieser Konstellation schlussendlich eine neue, unabhängige Gruppe, welche den einfachen aber ausdrucksvollen Namen „SOLO ULTRA SGD“ trägt.

Unser Name ist hierbei Programm und sollte eigentlich selbstredend für sich stehen. Wir sind Ultras der SG Dynamo Dresden, nicht mehr und nicht weniger. Dies bedeutet vor allem, dass wir aus Überzeugung heraus handeln und hinter unseren Taten stehen. Das setzt natürlich eine ständige Selbstreflektion voraus, denn nicht erst einmal haben wir Fans bzw. Ultras uns durch unser eigenes Verhalten Freiräume leichtfertig verspielt, welchen wir nun hinterher trauern. Es ist an der Zeit aus solchen Fehlern zu lernen. Ultrà sein bedeutet in unseren Augen nicht immer nur von Anderen zu fordern, sondern vor allem selbst mit gutem Beispiel voran zu gehen. Fern liegt uns deshalb jegliche Form des leider viel zu oft auftauchenden „modernen Hooliganismus“. Wir sind keineswegs Leute, die dem weit verbreiteten Trend folgen Alles und Jeden zu attackieren und dabei deutlich moralische Grenzen zu übertreten. Wer uns sucht wird uns finden, allerdings hat die Schraube der Gewalt teilweise exorbitante Ausmaße angenommen, wobei der Blick auf das wirklich relevante viel zu oft vergessen wird.

Das Auftreten im Stadion und eine angemessene Repräsentation des Vereins, mittels Schwenkfahnen und Doppelhaltern, Choreos, Pyro und natürlich der gesanglichen Komponente, steht für uns an erster Stelle. Gerade bei Letzterem ist es uns besonders wichtig endlich wieder einen frischen Wind ins Stadion zu bringen, da wir mit dem Status Quo schlichtweg einfach nicht zufrieden sind. Dabei scheuen wir uns nicht vor neuen, bis dato nicht gegangenen Wegen und trauern keinen „alten Zeiten“ hinterher. Unser Blick wird dabei beständig nach vorne gerichtet sein, denn wer immer nur zurück schaut, schaut irgendwann ins Leere.

Ein enorm wichtiges Schlagwort für uns ist die Freundschaft. Vor allem innerhalb der Gruppe soll diese nicht zu einer hohlen Phrase verkommen, sondern gelebt werden. Deshalb sollten diejenigen, welche ein Teil unserer Gruppe werden möchten auch zu uns passen und unsere Vorstellungen des Fan- und Ultràdaseins mittragen und mitleben und nicht andersrum. Das sind aber die einzigen Grundvorrausetzungen, die potentielle Anwärter mitbringen sollten. Alles andere spielt für uns keine Rolle. Es liegt uns fern Menschen in irgendwelche Sparten à la Herkunft oder Geschlecht einzuordnen. Wir verstehen uns als tolerante Gruppe, Diskriminierung jeglicher Art liegt uns fern. Jeder der sich mit unserer Art des Auslebens von Ultrà identifizieren kann, sowie die SG Dynamo Dresden im Herzen trägt, ist uns wohlgesonnen.

Des Weiteren werden natürlich auch die bereits bestehenden Freundschaften zu RED KAOS 1997 aus Zwickau und der HORDE ZLA 1987 aus Sarajevo von uns mitgetragen. Auch sind wir gewillt öfter über den viel zitierten eigenen Tellerrand hinauszuschauen, was natürlich nicht das bloße Kopieren fördern soll, sondern vielmehr einem Selbst den einen oder anderen Denkanstoß für eigene Handlungsweisen liefern kann. Denn auch aus den Fehlern, welche in der Vergangenheit in anderen Ländern begangen wurden, können beziehungsweise müssen wir sogar lernen. Dies ist unabdingbar wenn wir nicht wollen, das Staat, Verbände, Medien und alle anderen Gegner unserer Ultràkultur weiter mit Hocheifer daran arbeiten diese zu eliminieren!

In Menschenmassen sich erkennen!